Produkte und Preise finden Sie im Produktkatalog. Die folgenden Werte helfen Ihnen, Nährstoffangaben zu verstehen und Präparate unabhängig von Werbeaussagen zu vergleichen.

Vier Mineralstoffe im Vergleich

Der Körper braucht Mengenelemente in größeren Mengen und Spurenelemente in kleineren. Als Grenze gelten 50 Milligramm pro Tag. Diese Einteilung sagt nichts darüber aus, wie wichtig ein Mineralstoff ist. Jod ist zum Beispiel ein Spurenelement und zugleich unverzichtbar für die Bildung von Schilddrüsenhormonen.

Mineralstoff Einordnung und Aufgabe DGE-Referenzwert für Erwachsene Lebensmittelquellen
Calcium Mengenelement; Bestandteil von Knochen und Zähnen, außerdem wichtig für Nerven, Muskeln und Blutgerinnung Orientierungswert für Erwachsene Milchprodukte, grünes Gemüse, Samen und Nüsse; Mineralwasser mit mehr als 150 mg Calcium pro Liter
Magnesium Mengenelement; beteiligt an Energie- und Knochenstoffwechsel, Enzymfunktionen und Muskelkontraktion Frauen: 300 mg, Männer: 350 mg pro Tag Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse, Nüsse und Samen
Eisen Spurenelement; größtenteils Bestandteil des Hämoglobins, das Sauerstoff in den roten Blutkörperchen transportiert Männer: 11 mg pro Tag; Frauen: je nach Alter und Menstruationsstatus meist 14 oder 16 mg; Schwangere: 27 mg Vollkornprodukte, Fleisch, Wurstwaren, Gemüse und Hülsenfrüchte
Jod Spurenelement; Bestandteil der Schilddrüsenhormone 150 µg pro Tag; Schwangere: 220 µg, Stillende: 230 µg Seefisch, jodiertes Speisesalz und damit hergestellte Lebensmittel; je nach Tierfütterung auch Milch und Eier

Die Tabelle zeigt die DGE-Referenzwerte für Erwachsene. Sie gelten nicht gleichermaßen für alle Altersgruppen und Lebenssituationen. Die DGE leitete die Werte für Magnesium 2021, für Eisen 2023 und für Jod 2025 neu ab. Der Calciumwert beruht auf einer Ableitung aus dem Jahr 2013.

Achten Sie auch auf die Einheit: Jod wird in Mikrogramm angegeben, Calcium und Magnesium in Milligramm. Die kleinere Zahl beim Jod bedeutet wegen der unterschiedlichen Einheiten nicht, dass der Nährstoff weniger wichtig ist.

Referenzwerte richtig einordnen

Ein Referenzwert zeigt, welche Zufuhr für eine bestimmte Personengruppe als Orientierung gilt. Er ist keine persönliche Diagnose und sagt nicht automatisch, welche Dosis ein Nahrungsergänzungsmittel haben sollte. Eine geschätzte Zufuhr unter dem Referenzwert beweist allein keinen Mangel. Für eine individuelle Beurteilung zählen auch Ihre persönliche Situation und gegebenenfalls medizinische Untersuchungen.

Bei Jod wird der Unterschied zwischen Bevölkerungsdaten und persönlichem Bedarf deutlich. Die DGE gibt für Erwachsene einen Median von 126 µg für die geschätzte tägliche Zufuhr an. Der Median ist der Wert, über und unter dem jeweils die Hälfte der Werte liegt. Bei rund 32 Prozent lag die Zufuhr unter dem von der Weltgesundheitsorganisation geschätzten mittleren Bedarf. Diese Zahlen beschreiben die Versorgung der Bevölkerung. Sie zeigen nicht, ob eine einzelne Person einen Jodmangel hat oder ein Präparat braucht.

Fachgremien überarbeiten manchmal die Berechnungsgrundlage für Referenzwerte. Die DGE setzte den Erwachsenenwert für Jod 2025 auf 150 µg pro Tag fest. Vergleichen Sie Zahlen nur, wenn Mineralstoff, Zielgruppe, Einheit und Stand der Empfehlung übereinstimmen.

Nahrungsergänzungsmittel vergleichen

Vergleichen Sie zuerst, wie viel Mineralstoff die empfohlene Tagesdosis enthält. Bei einem Magnesiumpräparat bezeichnet „250 mg Magnesium“ die Menge an elementarem Magnesium; das Gesamtgewicht der Magnesiumverbindung wird damit nicht angegeben. Achten Sie auch darauf, ob die Tagesdosis aus einer oder mehreren Tabletten besteht.

Die Verbindung allein zeigt nicht, welches Magnesiumpräparat besser ist. Der Körper nimmt organische Magnesiumverbindungen im Allgemeinen nur geringfügig besser auf als anorganische. Organische Verbindungen enthalten teils weniger elementares Magnesium, also weniger Magnesium ohne das Gewicht der Verbindung. Deshalb kann die aufgenommene Magnesiummenge ähnlich sein. Das gilt für Magnesium und nicht automatisch für andere Mineralstoffe.

Bei ausreichender Versorgung bringt eine höhere Dosis keinen belegten zusätzlichen Nutzen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt für Magnesium in Nahrungsergänzungsmitteln höchstens 250 mg pro Tagesverzehrempfehlung für Personen ab 15 Jahren. Die Menge soll auf mindestens zwei Portionen verteilt werden. Das BfR schlägt diese Höchstmenge vor. Sie ist weder gesetzlich vorgeschrieben noch ein Grenzwert für die gesamte Magnesiumzufuhr aus Lebensmitteln und Präparaten. Das BfR weist außerdem auf leichte Durchfälle hin, die bei Erwachsenen ab 300 mg Magnesium täglich aus Supplementen beobachtet wurden.

Mineralwasser nach Etikett auswählen

Vergleichen Sie bei Mineralwasser den Calciumgehalt pro Liter. Wasser mit mehr als 150 mg Calcium pro Liter kann zur Calciumversorgung beitragen. Wie viel es tatsächlich beiträgt, hängt auch davon ab, wie viel Sie trinken. Der Wert pro Liter allein sagt wenig über Ihre tägliche Zufuhr aus.

Für einen Produktvergleich brauchen Sie die Etiketten der einzelnen Wässer. Ohne diese Angaben ist keine Rangfolge möglich. Wenn Sie gezielt auf Ihre Calciumzufuhr achten, vergleichen Sie den Calciumgehalt pro Liter und berücksichtigen Sie, wie viel Sie üblicherweise trinken.

Wann ein Präparat sinnvoll ist

Wählen Sie ein Mineralstoffpräparat nicht allein wegen der Bezeichnungen „hoch dosiert“, „natürlich“ oder „besser verfügbar“. Prüfen Sie zuerst, welcher Mineralstoff in welcher Menge pro Tagesdosis enthalten ist und ob das Präparat zu Ihrer Ernährung und persönlichen Situation passt. Lassen Sie sich ärztlich oder ernährungsfachlich beraten, wenn Sie einen Mangel vermuten oder eine besondere Lebenssituation Ihren Bedarf beeinflusst.

Leiten Sie bei Eisen einen Mangel nicht allein aus einer allgemeinen Empfehlung oder einer niedrigen geschätzten Zufuhr ab. Die passende Versorgung hängt unter anderem von Ihrem Alter und Menstruationsstatus ab. Eine individuelle Abklärung hilft, den Bedarf und eine mögliche Einnahme einzuschätzen.